Steh auf!

Es kotzt Dich an
Jeden Tag derselbe Wahn
zu denken und zu tun in dieser Welt
Was ihnen gefällt
Mit wunden Füßen
Stumpfen Sinnen
Versuchst Du jede Leiter zu erklimmen.
Doch sag wo kommst Du an?

Steh auf! der Wecker hat geklingelt
Du schaffst es noch auch wenn die bahn schon bimmelt
Maul auf! Du lässt es heute raus
Nichts ist zu teuer und Du zahlst nicht drauf
Zuviel verpasst
Zuoft geschaßt
Zu wenig geliebt und
Zu selten gehasst
Und wenn Du dafür keine Worte hast – dann sing Dei dei...

Gestern erst da hast Du es gefühlt
Es wie einen Schmerz in Deinem Bauch gespürt
Wie ne fette Raupe die sich entpuppt
Noch blind und blöd ins Tageslicht guckt
Einfach einen Satz AUSGESPUCKT
DER DIR AUF DER ZUNGE JUCKT
Raus damit! denn dieses Stück
Ist es was Dir noch fehlt zum Glück!

Steh auf! ...

Mag sein mag sein – es trügt der Schein
Und ich sing dieses Lied für mich allein
Du fühlst Dich dafür viel zu klein
Na ja dann wirst Du wohl der Letzte sein!

Aufstehn! Losgehn!
Wie ein Blöder an der großen Uhr drehn!

Aufschrein! Mutig sein!
Einfach offen laut und ehrlich sein!

Nicht klagen! Nie verzagen!
Auf zu neuen Ufer alles wagen

Los sag wann fängst Du an?!

Steh auf! ...

 

 

Reden

Es ist wieder einmal soweit
Das Tischtuch ist zerschnitten
Der Weg von Mund zu Mund nicht weit
Doch nicht zu überbrücken

Kein warmes Wort
Kein weicher Kuss
Einen Schritt nur weg vom letzten Gruß.
Und ich hasse diesen Spruch
Dass alles so kommt wie es kommen muss...

Lass uns lieber drüber reden
Was es ist dass Du vermisst
Einfach mal die Augen schließen – und genießen
Was unser ist

Die weite Welt ist uns zu klein
du schläfst auf meinem kissen
Man muss auch mal alleine sein
Um sich dann zu vermissen

Kein warmes Wort
Kein weicher Kuss
Einen Schritt nur noch zum letzten Gruß
Doch ich hasse diesen Spruch
Dass alles so kommt wie es kommen muss...

Am Ende bricht sich Zorn die Bahn
Das ist die Zeit zu zeigen
Das man alles doch bereden kann
Es schweigen nur die Feigen

Ein warmes Wort
Ein weicher Kuss
Das ist es was man lernen muss
Und hat mans dann gewagt
Dann ist auch alles gesagt!

Lass uns einfach drüber reden...

 

 

Willst Du wirklich?

Starren Blicks reckst Du Dich
Immer nach den höchsten Trauben
Fassungslos sehe ichs und verliere meinen Glauben
An Dich der Du mich
Nicht hörst und nicht siehst
Der Du auch kein Buch mehr liest
Alle Türen nach Dir schließt
Ungerührt Deiner Wege ziehst

Willst du wirklich immer weiter gehn
Ohne Dich umzudrehn
Leichen pflastern deinen Weg
Pass auf sonst ists zu spät
Dann türmt sich vor Dir eine Mauer auf
Schweigen steht drauf
Ohne Freunde kommst Du da nicht rauf
Nimmst Du das wirklich in Kauf?

Immer schon sprichst Du mir
Von dem Lohn möglichst viel
Glaubst mir nicht der ich Dir
Erzähle von dem Weg als Ziel
Denn Du bist was Du bist
Nur ein kleiner Egoist
Der gierig zählt was übrig ist
Heuchelt dass er nichts vermisst
Wunschlos glücklich ist

Mit Deinem Jet fliegst Du über Berge aus Traurigkeit
Mit deinem Schiff pflügst Du den See aus Leid
Was Du auch tust was Du auch lässt
Dreh es nur um und stelle fest
Ob es sich mit Dir noch leben lässt!?

 

 

Geld

Die Hände sind wund vom tun ohne Rast
Und krumm die Buckel vom schultern der Last
Die man zu tragen uns ewig zwingt
Von West nach Ost und von Rechts nach Links

Geld Geld Geld regiert die Welt
Ich fange jeden Träumer ein
Der's nicht mit dieser Regel hält

Geld Zaster Kohle Moneten
Penunse Schotter Staub und Knete

Es ballen sich Fäuste in leeren Taschen
Es strecken sich Arme das Wenige zu fassen
Das Volk Kniet nieder betet eilig
Den einzigen Götzen an der ihm noch heilig

Der Fluch des Geldes liegt über allem
Wer viel hat kriegt mehr den Armen lässt man fallen
Ein Jeder steht einzeln wie ein Stab der leicht bricht
Ein Bündel Stäbe zerbricht jedoch nicht!

 

 

Der Zocker

Er trägt sein Haar in einem dünnen Zopf
Und schleppt sein Leben huckepack
Der Ring in seinem Ohr ist stumpf und grau

Doch seine Augen glänzen scheu
Die Leute schimpfen ihn verrückt
Wenn er sich Zähne putzt
Im ersten besten Klo auf der A 9

Und er schüttet sich den Kaffee übers Knie
Sieht ein Blinken
Lauscht der Melodie – Das ist Magie!

Und er wirft den letzten Groschen
In den Schlitz der Hoffnung heißt
Denn er weiß er wird gewinnen – irgendwann
Der Preis ist heiß!

Am Bahnhof früh um elf noch müd und schwach
Da tauscht er seine Lieder ein
Das Geld in seinem Hut ist stumpf und grau

Er singt von Freiheit und von Rebellion
Von Träumen die er mal gehabt
Doch sind sie alle fast
vergessen schon

UND ER SCHÜTTET SICH SEIN BIER ÜBES KNIE
SIEHT EIN BLINKEN
LAUSCHT DER MELODIE – DAS IST MAGIE!

Und er wirft den letzten Groschen
In den Schlitz der Hoffnung heißt
Denn er weiß er wird gewinnen – irgendwann
Der Preis ist heiß!

Im Bustop wo er heute Nacht gepennt
Schreibt er sein dünnes Testament
Die Schrift auf dem Papier ist stumpf und grau

Es gibt nichts zu verteilen
Ein Wunsch nur zwischen den Zeilen

Spielt mir an meinem Grab die Melodie!

Sie ist Magie!

 

 

Was immer Du willst

Mit einem rostigen Nagel
Kratzt Du zwei Namen ins Holz
Du weißt dies Geheimnis währt ewig
Drumherum ein Herz aus Gold

Was immer Du willst – ich will es schon lange!
Was immer Du denkst – hab ich schon gedacht!
Was immer Du glaubst – ICH WILL ES BEZWEIFELN!
Nimm Dein Herz in die Hand und werd wach!

Nun zeigen die Ringe der Jahre
Das Alter von Baum und Herz an
Und unter der Rinde zutage
Kommt was Du einst hinein getan

Nun lass uns denken an die Stunde
Als Du jenes Herz eingeritzt
Und glauben dass sie ist die Eine
Die Eine die wichtig ist
Die Einzige die wichtig ist

 

 

Sonnenkalt

Kälte klirrt mein Atem vereist
Und ich friere
Weiße Welt starr und stumm steht der Wald
Wie ein Riese – tot

Gleißend bricht auf dem See aus Glas
Mutter Sonne
Ihre Wärme erreicht nicht mein Herz
Eine Träne – rollt.

Ist der Sommer nur Erinnerung
Darf ich hoffen dass er wiederkommt
Und mich auftaut – die Erstarrung bricht

Immer wenn ich nicht weiter weiß
Komm ich hierher
Denn man sagt ein Schatz liegt unterm Eis
Und ich suche – ihn

Meine Träume all mein Sehnen
Sind vereist nun meine Tränen
Spülen mich ins Reich der Fantasie

Ist der Sommer...

Zögernd der erste Schritt barfuß auf Glas
Und ich sehe
Auf dem Grund nur mein Spiegelbild blass
Ich verstehe nun

Denn der Sommer ruht doch in mir
Ich bin sicher er ist auch in Dir
In Dir selbst tief lauert das Tier
Dass Du auch kennst Dass da ruft nach mir
Dass durchs Eis bricht - bis zum Horizont.

 

 

Lass uns teilen!

Nun tauch ich wieder meine bloßen Füße
In die nasse Wiese
Das Kraftwerk hier in meiner Brust
Tauscht Sonnenstrahlen gegen Frust
Der ersten Mücke geb ich gern
Von meinem Blut
Sie wird noch heute
Eines jungen Vogels Beute

Und nun gehört die Erde
Wieder mir allein
Lass uns teilen
Ich schenk sie Dir
Und Du Dich mir dafür!

Es breitet meine Arme weit
Der laue Wind der Frühlingszeit
Auf zarten Flügeln schwebe ich dahin
Wie ein Schmetterling
Vergessen und verzeihn
So soll es heute sein
Ich lerne fliegen – denn heute ist der Tag
Die Schwerkraft zu besiegen

Die klugen Männer habens aufgeschrieben
Gesetze kann man nicht verbiegen
Manchmal möcht ich mich schon an ihnen rächen
Und all die alten Regeln brechen
Was kann es denn schon schaden
Herrn Newton zu verklagen
Komm lass uns fliegen – nur fürn Moment
Die Schwerkraft besiegen!

 

 

Vergebung

Schwarzer Vogel Furcht
Fliegt zu mir ans Totenbett
Und schlägt mit seinem Schnabel
Post für mich ans schwarze Brett.

Setzt sich an mein Fenster
Starrt mit düstrem gelbem Blick
Lässt mich heut nicht sterben
Hält mich noch zurück.

Steigen früh die Nebel RAUNEN sie die Namen
Aller die versammelt sind
Steigen früh die Nebel RAUNEN sie die Namen
Aller die heut kamen.

Muss die Briefe lesen
Langsam alle Blatt für Blatt
Bis mir die Schuld vergeben
ein Jeder der geschrieben hat.

Entzünden dann ein Feuer
Beim ersten Sonnenlicht
Verbrennen alle Briefe
Halten nicht Gericht.

Wenden sich und gehen
Bleibt ja nun kein Rest
Schwarzer Vogel Furcht
Mein Totenbett verlässt.

Steigen nun die Nebel raunen sie die Namen
Aller die heut kamen
Fliehen nun die Nebel rufen sie die Namen
Aller die vergaben.

 

 

Im Schmutz

Bei mir im Schmutz da ist es schön
Viel schöner als im Reinen
Komm her zu mir Du wirst schon sehn
Kannst unbeflekt nicht bleiben.
Im Schmutz zu sein ist vorteilhaft
Man kann sich nicht beschmutzen
Mag sein dass Du die Reinheit liebst
Doch bringt sie dir auch Nutzen?

Lass uns doch mal verdrecken
Die Laken und die Decken
Das Bettchen und die Kissen
Dass alle Leute wissen
Was heut Nacht geschah…

Die Reinheit ist so farblos
So langweilig und fad
Die Unreinheit ist buntgescheckt
Komm her es wär doch schad
Wenn du gepflegt und sauber lebst
Mit reinlichem Gewissen
Und dabei diese Nacht versäumst
Nun komm schon auf mein Kissen!

Lass uns…

Ich bin im Reinen mit dem Dreck
Ich kann ihm nicht entrinnen
Denn staubig wird der Heiligenschein
Und grau wird jedes Linnen.

 

 

Prinzessin auf der Erbse

Ein Essgeräusch ein Telefon
Ein Hund der dauernd bellt
Es riecht nach Fisch doch auf dem Tisch
Stehn junge Primeln nur ganz frisch

Mein Kind ich kann Dich leiden sehn
Wie willst Du das nur überstehn!?

Prinzessin auf der Erbse ich kann dich gut verstehn
Auch ich hab eine Haut so dünn
Dass ich wie Du zerschunden bin
Doch Du wirst sehn – Schmerzen vergehn!

Ein Vogel schreit es knarrt ein Brett
Ein Blütenblatt knallt aufs Parkett
Von Ferne lärmt die Autobahn
So dass Du gar nicht schlafen kannst

Mein Kind ich kann Dich leiden sehn
Wie willst Du das nur überstehn!?

Erschöpft von des Tages Martyrium
wälzt Du Dich wach im Bett herum –
Der Mond scheint wohl zu hell!
In der Nase stecken Stopfen
In den Ohren trägst Du Pfropfen
Auf den Augen liegen Binden –
So wirst Du nun endlich Ruhe finden

Ich kann Dich nicht mehr leiden sehn
Ich könnte Dir den hals umdrehn!

 

 

Ein langer Weg

Hey Leute hey Leute es ist ein weiter Weg
Wenn man den Platz ganz oben anstrebt
Ich habs noch nicht geschafft doch manches erlebt
Und davon wird Euch jetzt einiges erzählt

Als Baby schon als Baby schon da habich viel geschrien
Mutter und Vater haben mir das nie verziehn
Sie glaubten nicht dass ich ein Sänger wär
Und kamen immer wieder mit ner Weisheit daher

It`s a long way to the top, if you wanne Rock`n Roll!

In der Schule in der Schule da hatt ich es nicht leicht
Ich war viel zu klein und dabei ganz schön feist
Doch hatte ich schon damals ein großes Maul
Da haben mir die Großen dann öfter drauf gehaun
Sie glaubten nicht dass ich ein Sänger wär
Und kamen immer wieder mit ner Weisheit daher

It`s a long way to the top, if you wanne Rock`n Roll!

Erst später erst später entdeckte ich dann
Dass ich mit Alkohol besser singen kann
Ich fand das gut für meine Inspiration
Doch alle Welt sagte „Was bringt das schon!?“
Sie glaubten nicht dass ich ein Sänger wär
Und kamen immer wieder mit ner Weisheit daher

Und nun und nun da sitz ich hier im Rampenlicht
Ich singe meine Lieder doch viele hörns noch immer nicht
Sie glauben nicht dass ich ein Sänger bin
Dabei weiß doch nun jeder Mann und jede Frau und jedes Kind
und jeder Opa jede Oma einfach jedermann
Dass ich schon ganz gut singen kann!

It`s a long way to the top, if you wanne Rock`n Roll!